04.04. A relaxed birthday
Heute ist Geburtstag! Der von der tollsten Frau der Welt!
Während wir die Klappe halten, weiß Gustav aber doch Bescheid und so wird der ganze Tag eine immer wieder aufkeimende Hergratulierung für Kathinka.
Nicht als Geburtstagsgeschenk gedacht, aber trotzdem ist der heutige Tag zur freien Verfügung und wir schlafen uns gründlich bis um zehn vor sieben aus.
Not.

Der Kaffee ist gut und reichlich, der Pool kühl und es windet gewaltig. Schon die halbe Nacht stürmte es regelrecht und das sorgte wohl für unruhigen Schlaf bei Einigen, Asta schaut den ganzen Tag ein wenig sparsam aus der Wäsche.
Als uns die Sonnenschirme um die Ohren wehen, verziehen wir uns vom Pool und beschließen stattdessen, uns die Gegend ein wenig anzusehen.
Ergebnis: Viele Eidechsen, ein paar hübsche Quarze und eine Ecke Sonnenbrand für beide.
Also wieder in den Pool. *zisch*
Kurz nach vier geht es zur Fahrt im offenen Geländewagen über die 5.000 ha große Farm.
Es wird eine Fahrt der weit entfernten Tiere – wir sehen Zebras, Oryx-Antilopen (noch nie so viele auf einem Haufen gesehen, aber auch noch selten so weit weg…) und einen Klippspringer, der allerdings kaum sichtbar ist.
Der Sonnenuntergang ist toll und das mitgebrachte Bier schmeckt uns hervorragend, hinterher wussten wir dann auch, warum diese ‚Stärkung‘ nötig war, denn auf dem Rückweg haben wir einen Platten.
Kein Problem.
Eigentlich.
Leider haben wir keinen Wagenheber.
Und am Funk erreichen wir auch niemand.
Also laufen.
Nachts, im Dunklen, mit der eher spärlichen Ausrüstung, also Sandalen und kurzen Klamotten.
Sehr spaßige Angelegenheit.
Nach einer Dreiviertelstunde strammen Marsches kommen wir auch wieder in der Lodge an, einigermaßen erledigt.
Bier (es gibt wieder vom Fass :-) ).
Essen.
Oryx-Steaks mit Zwiebeln, mjam.
Nach dem Essen gibt es einen Nachtisch der besonderen Art, Kathinka bekommt einen Geburtstagskuchen und vor allem ein Geburtstagsständchen aus mehreren Liedern in Nama, dieser bezaubernden Sprache mit den Klicklauten von der weiblichen Belegschaft der Solitaire Desert Guest Farm.
Gegen neun gehen wir aufs Zimmer und packen für die Weiterfahrt, war ein schöner, entspannter Tag mit einem in letzter Konsequenz unterhaltsamen und irgendwie lustigen Ende – aber auf die nächste Geländewagenfahrt kommt die Taschenlampe mit und die festen Schuhe werden angezogen.

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05.04. Helterskelter to Swakopmund
Wir kommen kaum weg, weil die Erdmännchen um das Auto spielen und alle Mann wie blöde am Fotografieren sind.
Unterwegs auf den schlechtesten Straßen, die wir bisher vorfanden, rütteln wir zuerst mal bis zum Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn), wo die obligatorischen Gruppenfotos gemacht werden.
Danach geht es ins Canyon-Land, zuerst sind wir im Gaub-Canyon, kurz danach wird der Kuiseb unter die Räder genommen. Die Landschaft ist herrlich grün und später werden wir sogar mal umdrehen müssen, weil wir nicht durch den Swakop kommen werden.
Tierisches Highlight sind eine Gnu-Herde in einiger Distanz und ein über uns kreisender Adler.

Langsam wird die Landschaft immer öder, bis wir dann zu den Welwitschias kommen, diesen einzigartigen (einzigartig hässlichen) Gewächsen biblischen Alters.
Bis zu 2000 Jahre alte Exemplare finden sich in diesem aus genau gar nichts außer Sand bestehendem Wüstenteil.
Gustav macht uns darauf aufmerksam, dass wir eine der drei außerhalb dieses Teils der Namib wachsenden Welwitschias im Palmengarten in Frankfurt haben und die werden wir uns mal demnächst anschauen. Die im Sand verlaufenden Bahnen weisen darauf hin, dass es auch hier vor kurzem geregnet hat, ein Ereignis, dass es hier wirklich nur alle paar Dekaden gibt.
Die Gegend ist mehr als karg, Mondlandschaften ähnlich erscheit das Gebiet um den Kuiseb und den Swakop.
Dafür wird die Straße besser, wir fahren auf einem Salz-Lehm-Belag, der glatt wie Asphalt ist, aber sich bei Nässe in eine Schmierseifenbahn verwandelt.
Es regnet aber nicht und wir erreichen Swakopmund am späten Nachmittag, noch rechtzeitig für den Sonnenuntergang am Meer, der aber auch aufgrund einer Nebelwand am Horizont eher unspektakulär ausfällt.
Unser Hotel liegt zentral und ist ein wunderschöner Jugenstilbau, allerdings ist es in seiner Professionalität schon wieder beliebig, Fernsehen ist ungewohnt – ich finde aber ein offenes WLAN und so können die ersten Bilder zu Facebook hochgeladen werden und ein paar Chats mit den Lieben in Deutschland sind ebenso möglich.
Wir gehen aber auch ins Internet-Café, um Kathinka den Kontakt mit Zuhause zu ermöglichen, das iPad findet das WLAN nur, wenn man es aus dem Fenster im Hotel hängt – auf Dauer zu unbequem *g*.
Zum Abendessen gehen wir zu Erich’s Restaurant (der Apostroph ist nicht meine Idee) und gönnen uns eine Seafood Platter mit Langusten, Scampi, Austern und mindestens 5 verschiedenen Fischen.
Eine tolle Knoblauchsauce, scharfe Tomatensauce und reichlich vom guten Fassbier runden das Erlebnis ab, Kathinka freut sich über Schneider Weisse :-).

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sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

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