Watt gibt es nicht an der Ostsee. Wir müssen also das Bundesland queren, um nach Büsum zu gelangen. Da Schwiegerpapa auf einem Typo3-Kurs weilt (der Arme) sind wir nur zu dritt, Kathinkas Mama, Kathinka selbst und yours truly.

Nach ein paar Irrungen finden wir in einer Büsumer Seitenstraße einen wunderschönen und obendrein kostenlosen Parkplatz (Breite: 54° 7’39.61″N, Länge: 8°51’56.05″E), auf dem Eck ist ein nettes kleines Lokal mit sagenhaften Fischbrötchen. Allein dafür hat sich die Fahrt schon gelohnt.
Diese Knobi-Sauce… Kathinka nötigt ihre Mama auch gleich dazu, den Rest des Matjes-Brötchens zu futtern, um sich auch noch ein Krabbenbrötchen zu holen. Nicht, dass der Matjes verkehrt gewesen wäre, keineswegs. Aber diese Krabben…
Danach machen wir uns Richtung Strand/Watt.
Boah, gibt das viele Touristen hier. Mehr als Verwandte bei der Testamentseröffnung des reichen Onkels aus Amerika, habe ich den Eindruck.
Trotzdem hat der Ort immer noch Charme, selbst mit diesem gruseligen Hochhaus am Ende der Bucht.
Wir essen erst mal ein Eis.
Dann wird die Kurtaxe gezahlt (zwei Krüppel, eine etwas Kleinere, aber trotzdem erwachsen…) und wir schreiten ins Watt hinaus. Pünktlich wird das Wetter richtig schön und bei fast keinem Wind laufen wir einmal die ganze Bucht ab und zurück.
Das geht trotz Behinderung richtig gut, das Tempo ist nicht hoch und das Barfuß-Laufen tut gut, für meinem zerbröselten linken Fuß ist es richtig angenehm sogar.
Diverse Viecher mit zwei oder mehr Beinen, Tentakeln oder ohne all das werden gesichtet, Wattwürmer scheißen fröhlich vor sich hin und wir haben eine gute Zeit.

In einer Nebenstraße finden wir ein ruhiges Restaurant mit einem sehr geschmeidigen Kellner (Menschen mit großer Koordinationsfähigkeit sind in der Bewegung einfach angenehm zu beobachten) und kaltem Bier. Auch ein ordentlicher Nachtisch-Flash für Christiane ist drin (Kathinka muss ordentlich helfen…)
Gesättigt und zufrieden brechen wir gegen 14:00 Uhr wieder nach Kiel auf.

Abendprogramm: Grieche. Das ‚Delphi‘ in der Eckernförder Str. ist einfach super. Ouzo vorab und hinterher und tolle Grillplatten zu erträglichen Preisen machen den letzten Abend in Kiel so richtig rund.
Ich erzähle nicht, dass mit den letzten vier Gläschen die mitgebrachte Flasche Slivovic danach noch ihr End fand, sonst glaubt man am Ende, wir hätten nur gefressen und gesoffen.
Äh.


sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

2 Kommentare

wjl · 3. August 2009 um 05:26

Typo3-Kurs? Watt macht’n der???

sparta · 3. August 2009 um 08:11

Eine Website betreuen ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.