… das ist gegenwärtig die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit der DHL (Das Heißt Langsam) meinen neuen PC (vielleicht) zu mir transportiert. Falls er morgen eintrifft (was ich nicht glaube).
In Kooperation mit Deutschlands (langsamsten) Hardwareversender Nummer 1 liefert das Unternehmen mal wieder eine der wohlvertrauten Meisterleistungen in Service, Kundennähe und Professionalität.
Letztendlich sind das aber meine Fehler.

Schließlich habe ich der ersten Lieferzusage (8-10 Tage) geglaubt – Fehler.
Dann habe ich angerufen (Unternehmen mit kostenpflichtigen Service-Nummern sind ohnehin suspekt, da hätte ich schon stutzig werden müssen), als nach 10 Tagen *überraschung* genau nichts passiert war – hinterher war ich dann ein paar Euro Telefonkosten ärmer und um einen Glauben reicher: „Geht die nächsten Tage raus, ist auf alle Fälle vor Weihnachten bei Ihnen.“ – ein Fehler, der Glaube.
Am 20.12. dann soll er tatsächlich an DHL übergeben worden sein.
Sagt das Bestellsystem des Versenders.
Anruf bei DHL letzten Freitag (kostenpflichtige Nummer, wie immer bei Unternehmen, denen ihre Kunden weitgehend wurscht sind): „Aber nein, den PC hat der Versender nur am 20. angemeldet, eingeliefert wurde er erst am 27. Kommt aber am 29. oder 31. auf alle Fälle an.“
Hätte ich das geglaubt, wäre es ein Fehler gewesen.
Denn natürlich passierte genau nichts an diesen beiden Tagen.
Montag also wieder mal Geld verschwendet und bei DHL nachgefragt: „Also, was ihnen die Kollegin da erzählt hat, stimmt gar nicht. Die Sendung haben wir am 20.12. übernommen, aber das ist Sperrgut und das dauert halt mal ein bisschen länger. Am Mittwoch dürfte er da sein, das sehen sie im Internet morgens um 9:00 h.“
Hätte ich geglaubt, dass sich was tut am Mittwoch, wäre das auch ein Fehler gewesen, denn was zu erwarten war ist eingetroffen: Nichts.

Vielleicht kann ja der Versender mal was tun, also rufe ich doch heute nochmal bei dem ‚Unsere-Kunden-sollen-blechen-wenn-sie-was-von-uns-wollen‘-Laden an.
Zugestanden: Das war sehr nett und sie haben dann auch eine Festnetznummer rausgerückt.
Machen wollen sie freilich nichts, „der kommt bestimmt diese Woche“.

Ich habe schon genug Fehler gemacht, aber den größten, überhaupt bei dieser Klitsche zu kaufen, den mache ich bestimmt kein zweites Mal. Das, was ich da unter Umständen spare, geht dann hinterher fürs Telefonieren drauf – also kann ich auch gleich zum MediaMarkt gehen, da habe ich meine Sachen wenigstens in der Hand und zahle nicht schon Wochen im voraus.

Denn das einzige, was der obige Laden wirklich schnell kann, ist schnell Geld abbuchen. Das war schon ein paar Tage nach Auftragserteilung erledigt.

Kategorien: alltag

sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

3 Kommentare

wjl · 2. Januar 2008 um 10:50

Oha. Fast schon was für die c’t-Rubrik „Vorsicht, Kunde!“. Denn wenn die sich einschalten, geht meist ganz plötzlich alles ganz flott und kulant…

Ist schon ein merkwürdiges Geschäftsgebaren, welches manche Firmen so an den Tag legen…

Waren die Postler denn heute schon durch? Oder kommt „Sperrgut“ sowieso unangemeldet zu den unmöglichsten Zeiten und per LKW (der bei Euch vielleicht gar nicht durch die Einfahrt paßt)?

sparta · 2. Januar 2008 um 10:56

Naja, ganz so schlimm ist es (noch) nicht. Es ist halt bedauerlich, wenn ein Unternehmen vom Format des Lieferanten sich so unwillig und geldgeil zeigt.
Aber es gibt ja genügend andere.

Zu DHL: Deren Internet-Tracking ist verlässlich: Wenn sich da nichts tut, passiert tatsächlich nichts… existent. Ähem.

Da haben sie mich ja ordentlich geleimt, aber wenn es zu meinem Vorteil ist, will ich gerne korrigieren…

wjl · 2. Januar 2008 um 17:21

Und nu? 6.000km/h ääähhh Megaherzen?

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