… oder für einen längeren Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt ist man ohnehin schon zur Hälfte, wenn man sich längere Zeit im Straßenverkehr aufhält, es gibt aber Situationen, in denen ich partielles Verständnis für Amokläufer bekommen könnte.

Solche Situationen gab es heute pausenlos.

Dennoch (und aufgrund der völligen Abwesenheit von Massenvernichtungswaffen) ist es mir gelungen, keine Leichen zu hinterlassen.

Der Reihe nach:
Den heutigen Tag hatte sich meine Mutter ausgesucht, um nach ihrer Knie-OP die Reha aufzusuchen, eine Klinik im lauschigen Bad Schwalbach war auserkoren worden und der Titel dieses Berichts ist ihr geschuldet.
Nachdem es schon sehr frühlingshaft war in den letzten Tagen, wollte wohl keiner so recht glauben, dass es dem Wetterbericht nach heute ein wenig winterlich werden sollte.
Folgerichtig waren die sommerbereiften Slalomhüte reichlich vorhanden und standen sowohl schon nach Schlangenbad hoch und erst recht am Wambacher Stich dekorativ im Weg herum.
Auf dem Anstieg zur Klinik dann hat die völlig untaugliche Tante in ihrem Audilein vor mir beschlossen, einfach mal in der Mitte des Anstiegs anzuhalten und sich dann gewundert, dass sie nicht wieder von der Stelle kam.
Auf dem Rückweg versuchte zur Abwechslung ein ahnungsloser Nichtskönner, an einem querstehenden LKW vorbeizufahren – mit einem modisch breitbereiftem Espace ohne Winterprofil an der Stelle leider völlig unmöglich.

Den habe ich dann unter Aufbietung meiner gesammelten stimmbandgelähmten Reserven ‚gebeten‘, sich vom Acker zu machen, obwohl mir klar war, dass die Bestellung eines Raketenwerfers über das Web für eine wirkungsvolle Drohung zu lange dauern würde.

Als ich den LKW umkurvte, sprang mir der dessen Fahrer noch vor die Haube, aber ihn – ebenso wie die beiden Tauben in der Hofeinfahrt – habe ich auch nicht erwischt.

Ich bin halt doch ein Tier- und Menschenfreund.
Mangels Gelegenheit…

Kategorien: alltagfamilie

sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

5 Kommentare

Bernhard · 4. März 2008 um 23:22

Solche Tage kenne ich – leider – auch. Da ist es einfach besser oder zumindest gesünder, weit weg von jeglichem Verkehr zu sein.

Peter Grüner · 5. März 2008 um 21:44

Es ist wie immer ein Vergnügen bei Euch/Dir auf der Seite reinzuschauen, sich zu erinnern, daß man sich mal wieder treffen sollte und nach einem verkorksten Arbeitstag wieder Schmunzeln kann.

sparta · 5. März 2008 um 22:04

Dankeschön *verneig*
Und ja, das Treffen ist mehr als überfällig.

Ich schreibe dir mal einen elektronischen Brief ;-)

Trichtex · 10. März 2008 um 11:35

Moin!

> Den habe ich dann unter Aufbietung meiner gesammelten stimmbandgelähmten
> Reserven ‘gebeten’, sich vom Acker zu machen

Die Verwendung der akustischen Signaleinrichtung des eigenen Fahrzeugs (vulgo: „Hupe“) kann die eigenen Defizite der möglichen Lautstärkeentwicklung verbaler Kommunikation bisweilen ausgleichen. Mit sprechender Mimik und Gestik unterstrichen genügen dann auch leise Töne, um sich unmißverständlich zu äußern.

Der kurzen Rede langer Sinn: Hupe am Ka kaputt?

sparta · 10. März 2008 um 13:12

Ich muss aus gegebenem Anlass nochmal auf die Handicap-Seite verweisen:
Die Stimmbandlähmung macht sich nur wenig bei der Stimme bemerkbar, sondern bei der Atmung…

Im vorliegenden Falle ging es darum, eine gewisse Strecke schnell zurückzulegen, eine Dosentür aufzumachen und dann noch ausreichend Luft zu haben, um all das anzudrohen, was einem gesunden Mensch hinterher ein Verfahren wegen Körperverletzung einbringen kann…

Das schafft das Hüpchen unabhängig vom Funktionszustand nicht wirklich.

MaW: Hupe geht, ist aber nicht relevant.

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