Im Bemühen, nicht am Stuhl vor dem Schreibtisch festzukleben, haben wir uns heute zu Mann Mobilia mobilisiert, um uns über HiFi-Möbel zu streiten und keinen kleinen Besprechungstisch zu kaufen.
Dort was zu Essen zu fangen, versuchen wir erst gar nicht mehr, das geht eh nur schief.
Lieber ein paar Meter weiter einen Parkplatz suchen und das dortige KFC ansteuern.
Während wir unsere Hähnchenteile verspeisten, habe ich mich mit einem leichten Kopfschütteln und eher breitem Grinsen an die denkwürdige KFC-Schlacht vor mittlerweile 18 Jahren erinnert:
Unsere Band hatte sich für einen Auftritt bei einem Autohaus zum ‚Frühschoppen‘ beworben. Man war uns aber nicht zugeneigt, wir bekamen den Auftritt nicht, aber das macht ja nichts, geht man trotzdem mit der Band hin und schaut sich die anderen an, trinkt am frühen Vormittag zu viel Bier mit dem Schlagzeuger und hat einen ’schönen‘ Tag. So kam es dann auch, gegen ein Uhr mittags waren Paul und ich tüchtig angeschickert, die Musik erträglich, aber zu Essen gab es nichts. Dann fährt man halt mit dem Bus zu KFC und erbringt den Beweis, dass man besoffen nicht einkaufen soll. Abgesehen von einem Dutzend Maiskolben und einer halben Schubkarre Krautsalat hatten wir nämlich sage und schreibe 42 Hähnchenteile geordert. Douglas Adams hin oder her, immerhin sollte es ja für drei Personen reichen. Da macht man keine halben Sachen!

Nach zünftigem Essen bei mir daheim waren dann auch nur noch 8 Maiskolben und rund 30 Federviehteile übrig. *börps*. Die haben wir brüderlich geteilt.
Ich hatte nach dem Verzehren ‚meiner‘ Reste über die kommenden Tage schon das Gefühl, mir wüchsen selbst Federn.
Pauls Katze hat wohl eine Woche nur Huhn gefressen.
Außerdem war ich ungefähr 7 Jahre lang nicht mehr bei KFC, weil mir beim Wort ‚Chicken‘ schon immer ganz komisch wurde.
Da hatte sich die Band auch schon längst erledigt.
Allerdings ist sie mir derzeit wieder ganz gut präsent – ich digitalisiere gerade haufenweise alte Videobänder. Meine Sporthistorie, Aufnahmen von Katrin aus Kleinstkindtagen und halt auch die zahlreichen mit der Videokamera dokumentierten Übungsraum- und Konzertaktivitäten der gesammelten Bands, in denen ich mal gespielt habe. Das ist alles ganz schön lange her, aber war auch schön. Ich sollte doch den M1 wieder vom Dachboden holen…


sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

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