Ist jetzt auch ein paar Tage her, dass ich ein wenig ungläubig seinerzeit Dickes B das erste Mal im Autoradio gehört habe.
Uh-oh. Reggae aus Deutschland. Und sogar in ‚gut‘. Das gefällt sehr.
Bis zum Erwerb der ersten CD New Dubby Conquerors war es nicht weit1
„Irgendwann mal live sehen.“
„Machen wir.“
Dauerte dann aber doch ein paar Jahre, während Seeed erst groß und vor ein paar Jahren Pierre Baigorry als Peter Fox zum Megaseller wurde. Den Fox-Hype habe ich ein wenig verschlafen, aber die aktuelle Seeed-Tour nicht.
Schon vor ein paar Monaten haben wir die Tickets für uns fünf geordert, in der SAP-Arena lohnen sich die Sitzplätze meiner Erfahrung nach immer, weil die Halle doch recht kompakt und die Sicht richtig gut ist. Sitzen tut man bei Seeed zwar eher nicht, aber schön, wenn man es zwischendrin mal kann :-)

Nach einer mehr als angenehmen Fahrt und VIP-Parkplatz direkt vor der Halle2 gab es erst mal eine Arenawurst (erstaunlich gut) und Bier. Schön, dass ich diesmal nicht fahren musste :-)3 Noch ein Bier.
Unsere Ebene ist mit ‚Amnesty International‘-Infomaterial und Aktivisten gepflastert #ilike.

Die Show beginnt mit Allen Stone im Vorprogramm. Aber warum? Der Mensch kann durchaus beeindruckend singen, aber ist von der Musikrichtung definitiv im falschen Film. Sehr soulig ist das, was er da bringt und ich mag es nicht. Zum Glück dauert es nicht allzu lange.

Next: „Wir sind Seeed…“
Das geht smooth, das geht laut, das geht mit geiler Lightshow und DAS GROOVED.
Die Jungs brennen ein Feuerwerk in mehrfacher Hinsicht ab.
SchwingerRelease oder Dickes B kommen schon sehr, sehr gut. Ein seeed-arrangiertes Alles Neu tröpfelt aus und  dann:
„So Mannheim, jetzt brechen wir euch das Genick. From North Carolina: Coooooooooooold Steeeeeeel“
Jetzt brennt die Halle. Alles Neu nochmal im bewährtem Peter-Fox-Gewand und dann auch das heißgeliebte Schwarz zu Blau. Yours truly is very happy.

Ohne Pause geht es durch das volle Programm, Music Monks, Aufstehn, Augenbling und und und. Sound ist prächtig, Lights sind überragend und die Band hat sichtbar Spaß.
Cold Steel sind ohnehin ein Hingucker sondergleichen.
Eine ordentliche Zugabe folgt auf ein alles in allem fantastisches Konzert und nachdem die Halle schon leer wird, kommen sie nochmal für ein Augenbling-Remix auf die Bühne, frenetisch gefeiert vom ausgezeichneten Publikum4:
„Das ist jetzt wie 92. Minute, wenn viele schon nach Hause gegangen sind.“

Wir gehen erst, als es WIRKLICH zu Ende ist.

  1. vielen Dank an die damaligen Kollegen für den Gutschein, aber sonst auch für genau nichts.
  2. die Stressvermeidung nach dem Gig ist mir an der SAP-Arena diesen 10er einklich immer wert
  3. Danke, Kai <3
  4. Danke Mannheim, das hat Spaß gemacht. Mitsingen, Spontanbeifall und so weiter. Mit Euch feiern war sehr geil.

sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

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