Heute morgen habe ich in meiner Hosentasche zwei Zettelchen gefunden, die vor nicht allzu langer Zeit noch in einem Glückskeks steckten. Zwei Perlen in einer Auster sind etwas besonderes, zwei Papierstreifen in einem Glückskeks sind allerdings schon fast Standard.
Vermutlich wollte das Glück ein bisschen was gut machen dafür, dass wir die Glückskekse beim Silvester (was sind die Deppen nervig, die seit Looney Tunes glauben, der Tag hieße wie der debile Kater…)-Essen vergessen hatten.

„Welcher Berufung Sie auch folgen, Sie werden erfolgreich sein.“
Sehr schön, so mag ich meine Hinweise.
Mach, was du willst, passt schon.
Nicht, dass ich dafür wirklich einen Keks gebraucht hätte, aber es beruhigt doch die Seele, dass auch in irgendeinem chinesischen Backwarenwerk der Computer so schöne Textbausteine parat hält.
Vernünftigerweise wird eine Übersetzung bereitgehalten: „Whatever vocation you follow, it will be a success.“ Kann ja sein, dass man die Winke des Schicksals auf deutsch nicht richtig kapiert.
Allerdings beginnt da das Problem, dass mich seit der Kekszerstörung beschäftigt. Schließlich war (siehe oben) noch eine zweite Nachricht in meinem Pappedeckel Naschwerk enthalten:
„Jetzt ist die Zeit, etwas Neues auszuprobieren.“ Super, das klappt eh (siehe oben). Welcher Berufung Sie auch folgen, Sie werden erfolgreich sein. Hehe, die Welt gehört mir.
Die Übersetzung aber lautet: „You should never lose your face.“

Und nun?
Folge ich meiner anglophilen Seite und versichere mich jeden Tag, nirgendwo mein Gesicht liegengelassen zu haben oder probiere ich mal was Neues aus? Wie kann das funktionieren, wenn ich zum Beispiel – um etwas Neues auszuprobieren-  mal mein Gesicht verliere und damit (siehe oben) unbedingt Erfolg haben werde (deutsch und englisch), das aber nicht sollte, weil der Krypto-Keks das so gesagt hat…

Nothing in life is ever easy… (Calvin)

Kategorien: alltag

sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

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