An die SAP-Arena in Mannheim habe ich sehr gemischte Erinnerungen, vor ein paar Jahren war ich bei einem Springsteen-Konzert da und während das Konzert sehr gut und auch die Akustik annehmbar war, gestaltete sich die Anfahrt eher gruselig.
Von daher war ich nur aufgrund meines neuen Autos ein wenig mit der Idee versöhnt, mich wieder mit dieser Halle auseinanderzusetzen…

War dann aber doch ziemlich locker. Ich war schon am Nachmittag zu Dany und nach einem gemütlichen Abendessen beim Griechen sind wir dann Richtung Mannheim gefahren.
Wetter und Laune prächtig und tatsächlich sind wir mit einer Umrundung der Arena auf dem VIP-Parkplatz für leicht erhöhte Parkgebühr, aber dafür direkt an der Halle gelandet.
Katrin und Kai haben wir getroffen und erst mal gemütlich ein Bier getrunken, während die erste Vorgruppe überpünktlich um 20:00 Uhr mit ihrem Set begann.
Die haben wir dann komplett verpasst, klang aber gar nicht so übel, was durch die sich bisweilen öffnenden Türen drang ;-)

Zu ‚Carpark North‘, die gegen neun begannen, nahmen Dany und ich unsere Sitzplätze ein. Die Band war gut und es war laut.
Wieder pünktlich nach 35 Min. war Schluss und der Umbau für 30 Seconds to Mars begann.

Um 22:00 Uhr betraten sie, äh, er die Bühne. Denn machen wir uns nichts vor – 30s to Mars ist Jared Leto und sonst niemand, die übrigen Musiker sind ultimat beliebig.
Stimmung gut, Sound gut, Gesang miserabel. Zumindest zu Beginn, im Verlauf steigerte sich Jared erheblich.
Die Show beinhaltete permanente Einbeziehung des Publikums, in weiten Teilen hatten wir das Gefühl, er schwätzt mehr, als er spielt. Aber den Kids schien es zu gefallen, sich zu immer neuen und immer ausgefalleneren ‚und jetzt alle‘-Aktionen mitziehen zu lassen.

Bei ‚alle mal hochhüpfen‘ wurde uns dann aber doch auf der Tribüne ein wenig mulmig. Wenn eine so massive Betonkonstruktion wie die SAP-Arena deutlich fühlbar ins Schwingen gerät, bin ich doch lieber woanders.

Die Songs kamen sehr gut an, nahezu die komplette ‚This is war‘ wurde durchgespielt, zu einem Großteil in einem wirklich gelungenen Zwischenpart, bei dem sich Jared auf einmal nicht mehr auf der Bühne, sondern inmitten der Halle auf einem Tisch neben dem Mischpult fand.
Für uns prächtig, weil sozusagen direkt vor der Nase, für die Fans in der 1. Reihe bestimmt  ein wenig frustrierend *gg*
Mehrere Songs spielte er in diesem Teil semi-akustisch und bewies, dass er das mit dem Singen durchaus kann, wenn er sich Mühe gibt.
‚Hurricane‘ gefiel mir besonders gut.

Nicht so überzeugend war das Ende des regulären Konzerts nach nur 60 min, von denen sicher 15min. nur mit Publikumsanimation verplempert wurden.
Bei den Zugaben kam es dann aber noch dicker, zuerst mal nur ein einziges Stück, bevor die Bühne wieder leer war.
Zu ‚Kings & Queens‘ und vor allem davor gingen rund 20 min. nur für ‚jump with me‘ und ähnliche Faxen drauf :-)

Fazit: Optisch und auch akustisch durchaus ansprechende Show, wenn man auf einen Personenkult wie den um Mr. Leto steht, bestimmt ganz fantastisch.
Ich brauch’s nicht nochmal.
Außerdem haben sie ‚Stranger in a strange land‘ nicht gespielt. Pffft.


sparta

Jede*r anders, alle Drama. Quality misunderstandings since 1963.

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