Lately I’m not feeling like myself
When I look into the glass, I see someone else
I hardly recognize this face I wear
When I stare into his eyes, I see no one there
Lately I’m not feeling like myself
Es geht mir nicht gut. Lately. Ich bin extrem empfindlich und fühle mich schnell angegriffen und verletzt. Dann bin ich niedergeschlagen, fühle mich in die Enge getrieben und verfalle in tiefe Traurigkeit.
Allein. Einsam. Ungewollt.
Ein Fehler im System, der nur Fehler produziert.
Und projiziert. Letzteres passiert mir (lately) laufend. Das hat leider vor allem dann schlimme Auswirkungen, wenn meine eigene psychische Instabilität auf emotionales Geschehen bei anderen trifft.
Während ich zu anderer Zeit gut damit umgehen kann, wenn es bei meinen Liebsten schwierig ist, mache ich aktuell alles häufig noch schlimmer und bringe damit meine Beziehungen und vor allem das Vertrauen in mich in Gefahr. Dies gilt besonders für die hier nicht genannte Freundin, die zusätzlich zu ihrem eigenen Päckchen auch noch eine komplett unverdiente Breitseite von mir abgekriegt hat.
Ich kann nur hoffen, dass ich da nichts für immer zerschlagen habe, denn das wäre nun wirklich das Allerletzte, was ich möchte.
Soweit der Stand vom Samstag, am Sonntag ist mir dann tatsächlich DIE Erkenntnis gekommen. Nachdem ich in einer ansonsten entspannten Situation bemerkte, dass sich in mir ein bekanntes Phänomen breitmachte, für das ich schon automatisch nach dem Kältespray greife.
Hallo anxiety, bist du wieder da? Seit 2018 nicht mehr wirklich aufgetreten, auch nicht in der krassen Belastungssituation 2022. Seinerzeit initial eine Verlustangst, die alles angeschoben hatte und mich dann ein paar Wochen komplett beschäftigte, nicht schlafen ließ und erst mit Therapie und Medikation in den Griff zu bekommen und zu bewältigen war.
Aber ja. Die Angststörung ist wieder da.
Diesmal ist es nicht so krass, aber es ist wieder ein Verlustangst-Geschehen und während ich sicher bin, dass ich normalerweise kein Problem damit hätte jetzt…
… ist mir doch bewusst, dass ich durch den Krebs und vor allem die Hormonentzugstherapie nicht wirklich auf der Höhe bin.
Aber ich suche hier nicht nach einer einfachen Entschuldigung. Denn das Wissen um diese Einflussfaktoren sollte mich bei meinen Wertungen und Einschätzungen leiten. Ich hätte das früher erkennen müssen und entsprechend handeln. Den Schritt zurücktreten und nochmal draufschauen.
Soweit die Erkenntnis. Next: Umsetzung. Ich werde alles daran setzen, verlorenes Vertrauen zurück zu bekommen, wenn ich noch eine Chance habe.
Und mit mir selbst ein bisschen nachsichtig sein.
Anmerkung: Diesen Artikel habe ich urspünglich mit einem anderen Bezug, und zwar auf eine spätere Strophe des Songs, gepostet. Erkenntnisse reifen, but the song remains the same…
Lera Lynn – Lately
Beitragsbild von Vilius Kukanauskas auf Pixabay

1 Kommentar
Random Weirdo · 8. Januar 2026 um 18:33
@donsparta 🫂💚
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