Zumindest ist das, was das Unternehmen ‚Deutsche Giganetz‘ in der ländlichen Idylle des Rheingaugebirges, wo sich daselbst meine Behausung befindet, verspricht.
Hatten sie sich zuerst mit unfassbar blöden Plakaten angekündigt1, wich die eher awkward atmosphere dann doch einem professionellen Unterfangen, als wir zuschauen durften, wie sich die Walze der Bauarbeiten langsam aber sicher vom Nachbarort bis hin zu meinem Weiler vorgrub.
Irgendwann im Juni fand sich ein Zettel im Briefkasten, dass demnächst der Weg aufgegraben würde, um die Kabel zu legen.
Nach einem aufschlussreichen Gespräch mit einem sehr netten Mitarbeiter der (schwedischen) Firma2, die die ganzen Arbeiten durchführte, habe ich mich dann zu einem Vertragsabschluss durchgerungen, in der Quintessenz ist der Anschluss über zwei Jahre auf vergleichbarem Kostenniveau wie das derzeitige DSL-Paket bei der Telekom, aber statt 250 Mbit down/45 Mbit up sind 1000down/300up schon eine andere Welt.
Außerdem wird das Glasfaser-Internet sich nicht mit meinen Powerline-Adaptern beißen.
In der Ausführung war es dann hauptsächlich ulkig, per Mail und Telefon wurden ca. 10 Termine ausgemacht, von denen keiner wahrgenommen wurde, stattdessen standen dann immer mal verwirrte, aber kräftige Männer vor der Tür, dir $Irgendwas machen wollten.
Aufgrund der Ankündigung, dass sie demnächst aufgraben wollen, habe ich die ungefähre Richtung an einem Nachmittag mit dem Rasentrimmer vorgezeichnet.
Bei der Aktion selbst war eine Effizienzsteigerung mittels ‚I will put some beers in the fridge for once you are finished‘ zu verzeichnen und
‚Stop using a spade to cut roots, please‘
‚We have no other tools‘
‚Here’s a couple of axes and hatchets‘
‚Oh‘.
war auch irgendwie possierlich.
Wie sich der ganze Scheiß rechnet, kann ich aus persönlicher Sicht nicht so ganz nachvollziehen. Bei uns in der Straße sind zwei, vielleicht irgendwann mal drei Abnehmer für optic fibre net3 Dafür wurden 100m Weg aufgemacht, Kabel verlegt, sowohl bei mir, wie beim Nachbarn ca. 10m durchs Grundstück aufgebuddelt, Kabel verlegt, Hausanschluss vorbereitet, Hausanschluss verkabelt – ich schätze mal, dass für das alles mindestens 100 Mannstunden angefallen sind und dabei ist der Maschineneinsatz nicht berechnet. Also irgendwas um die > 5000,00 Euro für die klaa Gass. Eher mehr.
Da müssen schon einige Jahrzehnte ins Land gehen, bis sich das amortisiert…
Headerbild von Pete Linforth auf Pixabay


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