Von Doktoren und Hardlinern

Es gibt manchmal so Tage, die beginnen mit Vollgas und hören auch so auf, zeichnen sich aber in dem Zeitabschnitt zwischen Anfang und Ende durch kontemplative Geruhsamkeit aus. So einer war der gestrige Freitag, der mich am Morgen zu meiner HNO-Ärztin stressen sah, der Termin war früh[tm] angesetzt. Eigentlich war die Inanschaunahme für den Vortag geplant gewesen, nachdem ich den wiederum vorher angesetzten Termin am Freitag nach Fronleichnam wegen ölsardinischer Verhältnisse in der Praxis dankend gekippt hatte. Leider war Frau Doktor am vorgestrigen Donnerstag dann aber krank, was nicht so verkehrt war, da die schnarchnasige Freitagssprechstundenhilfe den Ersatztermin für eben diesen Donnerstag ohnehin nicht eingetragen hatte. Hat das jetzt jemand kapiert?
Ist auch nicht so wichtig, jedenfalls war ich gestern dann da. So.
Überraschungen blieben erwartungsgemäß aus, ich bin keineswegs schlagartig geheilt und die Lähmung besteht weiterhin. Dieses Faktum interessiert diverse Ämter und Versicherungen, die jetzt Frau Doktor befragen können. Diesem Behufe diente der Besuche.
Im Anschluss ging es zum Hausarzt, wo ich zum Glück auch direkt dran kam und gegen 10:00 Uhr den morgendlichen Stress ab-entspannen konnte.

– Ruhe und Frieden –

Im Regen brachen wir am Abend in Richtung Schlossfest Höchst auf, um das Open-Air-Programm von Django Asül zu sehen. Das ging letztendlich auf eine Idee von Martina aus dem Vorjahr zurück, die ein nachbarschaftliches Kleinkunst-Treffen vorschlug, aber wie auch dieses Jahr waren 2006 für Urban Priol keine Karten zu bekommen…
Daher hatten wir uns flugs für Django entschieden, was sich im Nachgang als gute Wahl herausstellen sollte, denn nicht nur stoppte der Regen pünktlich, während wir noch im ‚Bären‘ Flammkuchen, Kartoffelschalen, Salat und Weißbier vernichteten, nein, der Abend wurde auch sonst ausnehmend kurzweilig. Das Open-Air-Gelände am Höchster Schloss ist wunderschön, Gestoeckeltdie Bänke hart (Auskenner – zu denen wir mangels Gelegenheit noch nicht gehörten – hatten sich schon Kissen mitgebracht) und der Boden nicht wirklich stöckelschuhgeeignet.

‚Hardliner‘ (so heißt das aktuelle Programm von Django Asül) erwies sich als abwechselungsreich, bisweilen bösartig bissig und ordentlich lang, ohne langweilig zu sein.
Mir gefiel, dass er er sich gut vorbereitet und nicht allzu programm-verhaftet zeigte, kleine Pannen oder spontane Gags kamen routiniert und doch sehr persönlich.

Hinterher haben wir uns dann einen Wettbewerb* im ‚Wer macht das dämlichere Gesicht auf dem Foto‘ geliefert, bevor wir uns gegen 23:00 Uhr wieder zuhause einfanden.

*For the record: Meiner Ansicht nach hat mein ‚Johoho und die Buddel voll Rum‘-Gesicht eindeutig den Sieg davon getragen.

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