Today is a good day

nma01

Dieses Blogpost hätte ursprünglich vor 7 Monaten entstehen sollen. Da aber die Gesundheit des Schlagzeugers von New Model Army eine Verschiebung der Tour erzwang…
Das Positive: In der Zwischenzeit haben Justin Sullivan und die Band noch ein paar Stücke eingespielt, die das Konzert enorm bereichern sollten.

20.10.2014 – unser erstes Konzert in der ’neuen‘ Batschkapp also. Die Anreise ist von Bockenheim aus äußerst angenehm, in die U-Bahn reinfallen, in der Gwinnerstraße rausfallen, noch ein paar Meterchen laufen und schon ist es geschafft.
Es ist schon ordentlich gefüllt und nachdem wir Garderobe und Getränkeversorgung  abgewickelt haben, suchen wir uns ein Plätzchen – zuerst im Mischpultbereich, dann aber lieber auf der Empore, die sogar noch Sitzplätze offeriert hätte.
Jank Kovik macht den Support Act. Ja, geht schon, Mix ist nicht so toll, aber ich gehe (zurecht) davon aus, dass sich das bei NMA ändern wird.

New Model Army habe ich erstmals Anfang der 90er mit ihrem 4. Album Thunder and Consolation gehört, seither gehören sie zum Standard-Repertoire in meinen Playlists und eigentlich auch zum Kern von ‚muss ich mal live sehen‘. Obwohl es an Gelegenheiten nie so wirklich gemangelt hat, ergab es sich bis jetzt aber nicht.
Gut, dass wir das geändert haben. Uns nicht unähnlich ist der Großteil des Publikums auch schon seit ein paar Wochen aus dem Teenager-Alter raus, was Justin Sullivan auch durchaus amüsiert anmerkt1. Pfft, der übertrifft mich um lockere 7 Jahre :-)

Die Meisten sind sicher für die alten Songs gekommen, was man beim Mitsingen und Mittanzen merkt, mir gefallen die neuen Sachen aber sehr gut und Angry Planet ist für mich der Höhepunkt, unglaublich druckvoll und düster. A song with teeth.
White Coats. Alle singen begeistert mit und dennoch wirkt der Klassiker vergleichsweise behäbig.

»Frankfurt is a good place for the next song« – Today is a good day – in der Bankenstadt ist dieses Stück sicher gut aufgehoben und die krachenden Gitarren will ich eh immer haben.

Zum Schluss hin ist das neue Material durch und die Fans dürfen sich zuerst an einem 89/90-Mix aus Family, Purity und 225 erfreuen.
Zur ersten Zugabe geht es vom hypnotischen Headlights und dem rhythmischen Klatschen in Get me out über. Ab geht’s und zwar ordentlich! Nahezu alle Konzerte auf der Tour haben mit Green and Grey aufgehört, wir machen uns also schon mal in Richtung Ausgang, aber beim letzten Konzert der Tour lassen die Jungs noch einen raus und als zweite Zugabe gibt es Wonderful way to go.
Wir sind hochzufrieden, müde und heiser, deshalb schenken wir uns die letzte Minute und genießen dafür eine komplett leere U-Bahn. Auch schön.

Ein paar Worte zur neuen Batschkapp. Kommt mir irgendwie ’nicht zu Ende gedacht‘ vor. Die Eingänge an den Seiten sind mehr als suboptimal, rein- und rauskommen ist sehr unspaßig. Die eher schmale, dafür lange Ausrichtung ist auch nicht so meins. Maßstab für modernen Hallenbau in der Größenordnung, in der die Batschkapp (jetzt) spielt, ist für mich der Schlachthof in Wiesbaden, der mir von Grundriss und Anordnung der einzelnen Elemente, aber auch bei Sachen wie Bühnenhöhe deutlich besser gelungen erscheint.
Dafür gibt es in der Batschkapp die Empore, von der man wirklich eine fantastische Sicht auf die Bühne hat. Und der Platz drumherum ist komplett gepflastert, das Outdoor-Erlebnis, das der Schlachthof im Eingangsbereich bietet, bleibt glücklicherweise aus.

Vermutlich Gewohnheitssache und alles kein Grund, nicht wieder herzukommen :-)

 

Setlist New Model Army 20.10.2014

Guessing
No Rest
March in September
States Radio
Devil’s Bargain
Angry Planet
No Mirror, No Shadow
White Coats
Knievel
No Pain
Stormclouds
Today Is a Good Day
Between Dog and Wolf
Family
Purity
225

1. Zugabe:
Headlights
Get Me Out
Green And Grey

2. Zugabe:
Wonderful Way to Go


 

Show 1 footnote

  1. Bei der Ansage zu No Pain. »(…) Given your age, as I see it from here, you are all heart-broken.«

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