Seychellen 2012 – La Digue

sey_title02Die Tage auf Praslin waren schon wunderschön und wir waren sehr gespannt auf die nächste Insel, insbesondere auf die Unterkunft, die in den Bewertungen bei einschlägigen Reiseseiten nicht so besonders gut wegkam.

Zweiter Halt: La Digue

Bei einer ausgedehnten Strandwanderung1 erreichen wir die Ausläufer der Anse Source d’argent, die als meistfotografierter Strand der Welt2 gilt und mit den Granitfelsen tatsächlich sehr eindrucksvoll ist.Der kurze Reisetag beginnt mit einem leichten Hangover, der Long Island Ice Tea zum Abschied war wohl doch des Guten ein Hauch zuviel :-)
In der La Digue Island Lodge checken wir in unser kleines Häuschen in der sehr schönen Gartenanlage ein. Ist schon nicht so hochwertig wie auf Praslin, aber längst nicht so mies, wie manche Bewertungen vermuten ließen :-)
Hatte ich mich noch auf Praslin wie Bolle gefreut, wenn ich mal einen Gecko sah, wurden sie in den nächsten Tagen zur Gewohnheit, an nahezu jeder Palme sitzen einer bis zwei – super. Auch die großen Radnetzspinnen (oft als Palmspinnen bezeichnet), gibt es an jedem Eck und End.
Wir inspizieren den Strand, latschen uns einen Wolf in die kleine Ansiedlung, wo es aber neben einigen Boutiquen auch Geldautomaten en masse gibt – und finden ein tolles Restaurant (Chez Marston), das uns die nächsten Mittage ausnehmend lecker und für Seychellen-Verhältnisse recht preiswert bewirten wird3
La Digue ist wirklich winzig mit knapp 10 km², ca. 2.200 Menschen leben hier und es wimmelt nur so vor fantastischen Stränden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h, fast alle sind auf Fahrrädern unterwegs, einige malerische Ochsenkarren gehören auch zum Straßenbild.

Den Sonnenuntergang vom Pool,  bzw. der dort vorgelagerten Terrasse lassen wir uns genausowenig entgehen wie das an selber Stelle angerichtete Dinner – hat schon was, unter den Sternen zu speisen.
Tags darauf queren wir die Insel zur Grand Anse4. Hohe Wellen, grünes Meer, malerische Felsen – Postkartenfotografie.

Bei einem half-day-trip zum Schnorcheln schippern wir mit 8 weiteren Touris in einem kleinen Katamaran zur Ile de Cocos, einem winzigen Archipel in einem Schutzgebiet, wo wir für eine Stunde wunderschöne Fische in etwas bedrückendem Umfeld sehen, riesige Flächen toter Korallen erstrecken sich unter uns, hier hat ‚El Nino‘ 1998 für ein Massensterben gesorgt. Fische sind dennoch zahlreich, bunt und faszinierend.
Dann geht es weiter vor die Insel Felicité, wo die Strömung geringer ist (aber auch die Anzahl der Fische), wir aber eine Meeresschildkröte (\o/) sehen, die von unseren Guides auch eine Weile in Positur gezerrt wird, was für die Fotos zwar toll, aber für das arme Tier sicher nicht gerade ein schönes Erlebnis ist.
Wie unterschiedlich doch die Herangehensweise ist – auf Galàpagos wirst du (zu Recht) sofort angemault, wenn du dich einem Tier nur auf Armlänge näherst und hier kannst du mehr oder minder machen, was du willst, solange du es nicht umbringst.
Am letzten Tag auf La Digue wollen wir uns der bereits oben erwähnten Anse Source d’Argent widmen und zahlen auch für die Durchfahrt durch die Kokosplantage.
Leider ist es ein wenig wolkig.
An einem verschlammten, brackigen Kanal in absolut hässlicher Umgebung sieht Kathinka Schlammspringer und das ist natürlich ein Highlight. Wir wussten zwar, dass es diese merkwürdigen Tiere auf den Seychellen gibt, hatten aber nicht wirklich damit gerechnet, welche zu sehen.
Ein paar Wolkenlöcher ermöglichen dann auch noch schöne Aufnahmen vom Strand und der Umgebung und ein paar Mitbringsel kaufen wir auch noch ein.
Das nahegelegene Naturreservat haut uns jetzt nicht so um, aber die Flughunde sind immer wieder putzig.


Show 4 footnotes

  1. und Meerwatung, vielleicht hätten wir doch bis zur Ebbe warten sollen…
  2. Quelle: Internet
  3. Funfact: Am zweiten Tag werden die Getränke nochmal nachgefragt, am dritten einfach so vor uns hingestellt, toller Service :-)
  4. viel Fahren und fast noch mehr Schieben – da schlägt die Behinderung voll ein, über weite Strecken muss Kathinka beide Räder schieben, weil ich nur unbelastet und dann auch nur langsam vorwärts komme

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