Roastbeef

… ist so ein Gericht, an dass man sich mit Vorsicht annähert, denn zum einen sind die Grundzutaten, wenn man es richtig machen will, ziemlich teuer und schief gehen kann auch so einiges, wenn man es mit langen Garzeiten zu tun hat.

Ursprünglich war das Festmahl für Anfang Januar mit den besten Nachbarn der Welt geplant, dann sind unsere Häuser aber gründlich von der Seuche heimgesucht worden und so verschob sich das Ganze.
Bis gestern.

Zur Zubereitung: Das Fleisch wird von allen Seiten scharf angebraten und danach auf dem Rost für 2,5 Stunden bei 90° C im Backofen gegart.  Das erschien uns (und auch dem vorher konsultierten Freund Chili) ein wenig zu wenig und wir haben beschlossen, die Garzeit eigenmächtig auf drei Stunden zu verlängern.
Unter den Rost schiebt man die Fettpfanne, in der die gepellten und 10 min. gekochten Kartoffeln liegen (vor dem Garen mit Öl beträufeln).
Nach Ablauf der Garzeit wird das Fleisch für 10 min. warm gestellt und die Kartoffeln unter dem Grill gebräunt.
Dann kommt der spezielle Moment und das Fleisch wird angeschnitten. Wenn es dann so aussieht, wie auf dem Bild, hat alles geklappt…

Bohnen mit Speck haben sich als ideale Gemüsebeilage erwiesen und da Jens da war, haben wir natürlich Schnecken in Kräuterbutter als Vorspeise gemacht. Das war ein Premiere für die beste Nachbarin der Welt, die noch nie Schnecken gegessen hatte und völlig begeistert war. Der Blattsalat war ein wenig sandig, aber das habe ich auf die Croutons geschoben.
Hinterher gab es dann noch ein bisschen Grappa, Marillenbrand und einen mit Grappa verfeinerten Likör (hellbraune Kopfschmerzen…) für die MädelZ.

Sehr zufriedenstellend, vor allem, dass wieder so eine Kaninchen-Schlange-Situation küchentechnisch gelöst werden konnte. Darüber konnte dann sogar das ärgerliche Handballspiel gegen Dänemark vergessen werden, mit dem sich die deutschen Handballer aus dem Turnier geschossen haben.
Nein, ich will nichts mehr zum Thema Handballschiedsrichter sagen.

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