Neues Notebook

Nachdem die tollste Frau von allen andeutete, dass sie für mein zwei Jahre altes Medion 96400 Verwendung hätte und ob ich mir denn nicht ohnehin ein neues Notebook zulegen wollte *flööt*, rannte sie damit bei mir offene Türen ein.

Ein Griff in die Schublade förderte den lang gehegten Geheimplan ZRs37e zu Tage, der prompt in die Tat umgesetzt wurde.

Wolfgang und seine Firma ZaReason waren schon länger als Lieferant auserkoren, zum einen, weil Wolfgang ein guter hilfsbereiter Freund in allen Angelegenheiten rund um Open Source Anwendungen, Debian-basierte Linux-Distributionen (und weit darüber hinaus) ist, zum anderen, weil ich den Geschäftsansatz von ZaReason in den USA schon sehr überzeugend fand, Firmenphilosophie und Produkte einen grundsoliden und sympathischen Eindruck machen.

Ein UltraLapsSR (=S37E Asus als Basis) sollte es werden. Intels ‚Santa Rosa‘-Plattform mit 2 GB RAM, 250GB HDD, Intel X3100 Graphics und (man gönnt sich ja sonst nichts) der Intel Core 2 Duo T7500 CPU.

Als Distribution war Ubuntu 7.10 (Gutsy Gibbon) vorgesehen, aufgrund der Bereitstellung von Intels 4695 WLAN haben wir uns aber dann gemeinsam für Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) aufgrund des 2.6.24-Kernels entschieden.

„Was wir an ZaReason schätzen – man kann über alles schwätzen“ drängte sich als Werbespruch nahezu auf, Bestellung über den Webshop und dennoch intensive Kommunikation, ausführlich wurden die Vor- und Nachteile einzelner Komponenten diskutiert und zu guter Letzt vereinbart, dass ich das gute Stück persönlich abholen komme, da ich ohnehin im Süden Deutschlands Verpflichtungen hatte.

Ein bisschen wie Weihnachten war es schon, als ich mein neues ‚Baby‘ dann am Sonntag erstmals auspacken durfte und so will ich nach mittlerweile vier Tagen ausgiebiger Erfahrung jetzt mal in die Bewertung einsteigen:

Schon vom EEE war ich bei Asus eine hochwertige Verarbeitung gewohnt, das ist beim UltraLapSR genauso. Da klappert nichts, da passt alles. Das Finish ist weiß geschuppt an der Außenseite, anthrazitfarben innen und mit schwarzer Tastatur schlicht edel, blaue LEDs für Bluetooth, WLAN, On und die sonst üblichen Anzeigen unterstützen das.

Das 13,3″ große WXVGA-Display ist sehr angenehm (1280×800 px), die Intel-Graphik reicht voll aus für Compiz und Google Earth – der Würfel dreht ohne Probleme. SD-Kartenleser und WLAN funktionieren OOTB, an der Reichweite beim WLAN muss ich noch drehen, das geht bestimmt noch besser als bisher. Hibernate und Suspend-To-Ram funktioniert lt. ZaReason, Test steht noch aus (ist bei mir nicht so entscheidend, da ich das Gerät hauptsächlich im Wohnzimmer nutze, für unterwegs habe ich den EEE, also ist Akkulaufzeit auch nicht sooo entscheidend).

Was bisher (mit Linux) nicht geht: die integrierte Webcam und der Fingerabdruckleser. An beidem wird aber gearbeitet und ich zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen schon Workarounds geben wird. I can do without them, aber wenn es tut, ist es freilich auch nicht verkehrt.

Eines ist das Ding allemal: Rattenschnell. Und dabei leise. Auch bei ordentlich Last mit beiden Kernen im Vollgas-Mode pustet er ein bisschen warme Luft links raus, aber das war es auch – der Lüfter ist wirklich nicht laut und dreht auf einer angenehmen Frequenz. Die Tastatur ist hochwertig (wenn auch viel zu groß, wenn man vorher eine Stunde auf dem EEE getippt hat…)

Anschlüsse gibt es für: Audio In/Out (Out auch als S/PDIF), LAN, Modem, Firewire, E-SATA, 3xUSB, PCMCIA.

Eigentlich waren es ja die Audio-Anschlüsse, die mich von vorneherein für den UltraLapSR gewonnen hatten, ich sitze nämlich gerne auf der Couch mit dem Notebook auf den Knien und dabei gibt es nichts nervigeres als einen 3,5mm-Klinkenstecker, der dir ein Loch dahin bohrt, wo du es nicht haben willst.

Jetzt sind die Anschlüsse an der Seite, wo sie hingehören und nach vorne kommt nur Musik raus ;-)

Beim Gewicht punktet der UltraLapSR auch, knapp zwei kg sind durchaus im grünen Bereich.

Bilder werde ich sobald wie möglich nachreichen, vermutlich morgen, schaut also nochmal rein bitte.

Ich bin jedenfalls hochzufrieden. Mal ganz abgesehen von der familiären Betreuung war die Lieferzeit mit knapp einer Woche absolut überzeugend. Wolfgang macht da einen guten Job und ich wünsche ihm eine Million Aufträge (vielleicht nicht alle auf einmal… *gg*)

Nachklapp: Heute kamen die begehrten Accessoires: Eine Ubuntu-Taste, wie oben zu sehen und das Firmenschild, damit man sieht, woher die guten Sachen kommen. Die ‚powered by Ubuntu‘-Aufkleber muss ich noch unterbringen – auf der Handballenablage will ich eher nichts haben…

Dafür wird sich schon noch ein Plätzchen finden.

1 Antwort

  1. wjl sagt:

    Danke für den schönen Bericht, die tollen Fotos, und auch für den bereits vorhandenen Kommentar. Es stimmt: weiß ist anders und interessant; wir haben mittlerweile auch die ersten ernsthaften Interessenten für unsere Desktop- bzw. Midi-Tower-Variante (siehe http://www.zareason.de/shop/product.php?productid=7&cat=0&page=1 und http://wolfgang.lonien.de/?p=615).

    Gruß,
    Wolfgang

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