Tonight in Jungleland

Bruce Springsteen is in town.

In gewisser Weise ist das schon eine liebgewordene Routine, immerhin ist es in den letzten 10 Jahren meine *rechne* 9.  Show.
Das ist nicht gerade Hardcore, mein Freund Jörg schafft das manchmal in zwei Wochen :-)
Diesmal war es fast sogar mehr als Routine, in letzter Zeit bin ich irgendwie ‚out of bruce‘, höre die Sachen immer noch gerne, aber nicht mehr mit der Begeisterung wie noch in den letzten Jahren.
Er würde sich also Mühe geben müssen.

Zuerst gibt sich der RMV ordentlich Mühe, uns den Abend zu versauen, am Hauptbahnhof herrscht das reine Chaos, heftige Verspätungen, keiner weiß so recht Bescheid. Wir beschließen, uns ein Taxi zu nehmen. Die Taxifahrer winken ab und schicken uns zur Straßenbahn („Da ist so ein Stau, das wollt ihr nicht wirklich.“)
Die Straßenbahn ist auch tüchtig voll, aber sie fährt zumindest. Letztendlich trudeln wir nach einem elenden Fußmarsch (da darfst du echt nicht behindert sein, sonst hast du verloren, äh…) im Stadion ein und wieder einmal habe ich ziemlich gute Plätze erwischt. Diesmal direkt neben dem VIP-Bereich, den wir aufgrund eines supernetten Security-Mitarbeiters zum Toilettenbesuch benutzen dürfen. Das Wetter ist göttlich, das Bier fließt reichlich – nur Claudia hat ein wenig Probleme. Nicht rechtzeitig losgekommen fährt sie direkt mit dem Auto und steht so heftig im Stau, dass sie letztendlich erst rund eine Stunde nach Konzertbeginn eintrifft.

Uns geht es gut. Nette Leute drumherum und faszinierenderweise habe ich einen Hochsprung-Konkurrenten getroffen, den ich bestimmt 15 Jahre nicht mehr gesehen habe. Thorsten, das war sehr cool – wir gehen mal auf ein Bier demnächst.

Die Atmosphäre ist toll und der Beginn des Konzerts macht schon klar, dass es gut werden wird. Die Band startet mit Badlands und geht zu Adam raised a Cain über.
Bei Outlaw Pete gibt es sogar sowas wie eine Dia-Show, sowas habe ich noch nie bei Bruce gesehen. Aber es stört nicht wirklich.
In Deutschland muss es immer mal wieder Hungry Heart geben *seufz*, wenigstens bleibt uns Herr Niedecken erspart.
Factory als Tourpremiere und ebenso Point Blank machen den Abend GANZ besonders, Trapped und Because the night sind genau wie letztes Jahr in Düsseldorf begeisternd, bei letzterem ist es vor allem das Gitarrensolo von Nils Lofgren, das die Leute mitreißt. Ganz groß, der Kleine (und man kriegt einen Drehwurm beim Zusehen…)
Kathinka und Claudia sind von den Kiddies hingerissen, die bei Waitin on a sunny day groß in Szene gesetzt werden, mein persönlicher Höhepunkt folgt im Zugabenset an zweiter Stelle.
JUNGLELAND
Endlich.
Das wollte ich schon immer mal live sehen/hören und es ist einfach fantastisch.

Um kurz nach elf ist dann Schluss, gute zweieinhalb Stunden Bruce Springsteen & the E-Street Band mit einigen Live-Premieren für mich/uns sind zu Ende.  Zuerst der lange Marsch zur Straßenbahn, dann treffen wir aber in der S-Bahn (warum schafft es der RMV eigentlich immer, am Bedarf vorbeizuplanen und Kurzzüge einzusetzen, wenn die Hölle los ist?) noch Martina und Martin (*wink*). Nächste Woche bei Paddy goes to Holyhead?

Natürlich sind wir wieder dabei, wenn Mr. Springsteen sich in DE wieder die Ehre gibt.

Setlist Frankfurt 09/07/03

1. Badlands
2. Adam Raised A Cain
3. The Ties That Bind
4. My Lucky Day
5. Outlaw Pete
6. Hungry Heart
7. Working On A Dream
8. Seeds
9. Johnny 99
10. Factory
11. Something In The Night
12. I’m Goin‘ Down (request)
13. Ramrod (request)
14. Trapped (request)
15. Because The Night
16. Waitin‘ On A Sunny Day
17. The Promised Land
18. Point Blank
19. Kingdom of Days
20. Lonesome Day
21. The Rising
22. Born To Run

23. Hard Times
24. Jungleland
25. American Land
26. Bobby Jean
27. Dancing In The Dark
28. Twist & Shout

1 Reaktion

  1. Thilde sagt:

    Zuerst der lange Marsch zur Straßenbahn, dann treffen wir aber in der S-Bahn [.. ] noch Martina und Martin (*wink*). Nächste Woche bei Paddy goes to Holyhead?
    Ich winke  zurück.  Paddy…. ich glaube, da ist Martin gerade auf einem 4000er und ich hab’s glaub ich nicht ganz so mit Folk. ;-)

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