Guero Canelo

Ein Blogbeitrag über ein mexikanisches Restaurant in Tucson, Arizona? WTF?

Na, ist doch klar – es geht um den gleichnamigen Song von Calexico, die gestern in Frankfurt im Mousonturm ‚aufspielten‘. Und wie sie das taten. Meine Füße haben Urlaub eingereicht, der Rücken will eine Kur und die Stimme ist AWOL. Deutliche Überdosis ‚Guero Canelo‘.

Zuvor spielten Bodies of Water die Halle ein wenig warm (und es sollte noch richtig[tm] warm werden). Meine Gefühle waren ein wenig gemischt, wunderschöne Harmonien, tolle mehrstimmige Gesänge und einfallsreiche Breaks sind definitiv die Stärken der Gruppe aus LA, aber zu häufige Wiederholungen innerhalb der Stücke machen das Ganze schnell langweilig. Finde ich.
BoW spielten sechs Stücke, zügiger Bühnenumbau und dann ging es kurz nach 22:00 Uhr los…
Zum letzten Konzert der Europatournee mit Jairo Zavala, der sich heute Richtung USA verabschiedet, begannen Joey und John mit ‚Convict Pool‘, die gesamte Band kam dann zu ‚Roka‘ auf die Bühne.
Beim Umbau hatte Volker Zander, der Bassist, noch eine Überraschung aufgebaut (‚For Jairo. Do not open before encore)…
Spätestens ab ‚Across the wire‘ war der Funke vollständig übergesprungen, es wurde sehr intensiv, auch sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit tat ihr übriges… ‚House of Valparaiso‘, ‚Slowness‘ und zu meiner großen Begeisterung ‚Minas de cobre‘ (Eat your heart out, Ennio Morricone).
‚Two silver trees‘, das mir in der Studioversion nicht so besonders gefällt, war live einfach unglaublich gut.
Der Sound war bei uns in der ersten Reihe fantastisch, wir standen direkt vor Joey Burns, den wir neben Jairo Zavala und Paul Niehaus vor dem Konzert getroffen hatten und Kathinka hat fast vier Stunden da vorne durchgehalten, meinen allergrößten Respekt…
Zu den Zugaben wurde dann von Jairo unter frenetischem Jubel sein ‚Abschiedsgeschenk‘ gelüftet, und zu ‚Guero Canelo‘ dann auch getragen (wie im Bild zu sehen).
‚Red Blooms‘ als Abschluss, um die Stimmung ein wenig runterzubringen, wie Joey auch ankündigte und rund zwei Stunden exzellente Unterhaltung à la Calexico waren vorbei.
Supergute Stimmung, ein durchaus engagiertes Publikum, eine gut gelaunte Band, die neben der überragenden Musik auch wieder mit ihrer Lockerheit punktete – die Zufriedenheit dürfte allenthalben groß gewesen sein.

Ich werde mir jetzt ein Fußbad machen. Und morgen in Wien geht es weiter. *freu*

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