Frankfurt und die Asche (auf der Suche nach dem Tritt in den Hintern)

Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass ich zuletzt gebloggt habe und mental fehlt mir auch irgendwie der nötige Tritt in den Arsch, um einfach mal wieder nach vorne zu kommen. Ist ja nicht so, dass nichts passiert wäre, keineswegs. Ereignisreich und schön ist diese Zeit, aber vermutlich geht es mir einfach zu gut.
Schon immer habe ich dann am besten geschrieben (und auch am meisten), wenn ich eher nicht so besonders gut drauf war, meine besten Postings entstanden in Zeiten schwerster Ehekrisen und massiver Probleme im Job.
Von daher scheint für mein Schreiben das zu gelten, was in unserer Familie eh Motto wurde: No news is good news.
Anyhow, here’s new stuff despite my feeling brilliant :-)

fahne

Blauer Himmel ist zur Zeit. Ohne Wolken, ohne Kondensstreifen. Alle Flugzeuge sind am Boden1.
Es hat bei aller Schönheit schon eine Stephen-King’sche Note, diese immer wieder begeisternde Stille, vor allem aber immer wieder dieser Himmel.
Ich könnte den ganzen Tag draußen liegen und mir einfach nur dieses hier nie gesehene Bild anschauen.
Mit Flugzeugen oder dem Flughafen Frankfurt habe ich kaum ein Problem, das Gegenteil ist eher der Fall. Der Flughafen ist für die Region enorm wichtig und ich schätze das hohe Maß an Zufriedenheit, das sich aus der Infrastruktur und den Arbeitsplätzen im Rhein-Main-Gebiet ableitet – die zu einem Großteil auf die zentrale Lage und den großen Flughafen zurückzuführen sind.

Da werde ich auch in Diskussionen bei den Piraten sicherlich nicht immer in einer Linie mit der Mehrheit liegen.
Apropos Piraten, wir haben tatsächlich am letzten Wochenende den Kreisverband Frankfurt aus der Taufe gehoben, trotz aller Widrigkeiten im Vorfeld und den Diskussionen um das Manifest, zu dem ich nach wie vor meine ganz spezielle Meinung habe…
Dennoch war das ein schöner Event mit feuchtfröhlichem Abschluss und entsprechender Beschädigung am nächsten Tag.

Zurück zum blauen Himmel. Und dem Garten, der unter ihm wieder wächst und gedeiht – welche eine Labsal ist es, einfach mal in der Mittagssonne auf der Liege eine halbe Stunde zu schlafen. Und dann – wie wir heute – gemütlich in die faszinierende Stadt fahren, in der Moderne und Althergebrachtes so dicht beieinander sind.
Diesmal waren wir wegen eines (angekündigten) Flashmobs da, bei dem der Kölner Rekord der größten Kissenschlacht gebrochen werden sollte. 8.000 Leute hatten sich alleine auf wkw angekündigt, aber letztendlich waren es doch nur ein paar Hundert (immerhin), die mit Kissen aufeinander einprügelten und binnen kurzer Zeit die Hauptwache in eine Daunenwiese verwandelten.

Von den angekündigten Piratenmassen war dann nur der stets zuverlässige monges da, mit dem wir dann noch auf ein Bier (und eine Reihe Steaks für uns) ins Maredo einliefen, um im strahlenden Sonnenschein schon mal Sommer zu fühlen.

Einmal mehr fällt mir an solchen Tagen auf, wie sehr ich diese Stadt inzwischen mag und mir nicht mehr vorstellen kann, an anderer Stelle zu leben.

Show 1 footnote

  1. Auf Island ist ein Vulkan ausgebrochen und die Aschewolke verbietet derzeit Flugverkehr über Europa. Sven schrieb: „Finde ich durchaus beeindruckend, dass ein kleiner Pups der Erde 1000e km weg mal eben einen 4tel Planeten auf den Boden holt.“

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