Feuertaufe

Wir haben zwar in den letzten Tagen schon in der neuen Küche gekocht und gegessen, aber das Weihnachtsmahl, am 24. für fünf Personen und am 1. Feiertag für Sechse sollte die offizielle Einweihung der Gerätschaften, Nagelprobe, Härtetest – eben Feuertaufe werden, auch wenn das Feuer bei uns aus der Steckdose kommt.An Heiligabend haben wir von Kathinkas Eltern die Hühner-/Kalbsfrikassee-Tradition übernommen und so galt es, die letztens beim Toom erworbenen Kalbsschnitzel, ein TK-Huhn + zwei zusätzliche Hühnerbeine zusammen mit Spargel, Suppengrün, Pilzen und vielem mehr zu einem schmackhaften Matsch zusammenzukochen, der dann in Pasteten und mit Reis seinen Weg in die menschlichen Verdauungswege finden soll.
Das ging auch alles sehr gut, die Angst vor der Mehlschwitze wurde aufgrund der jahrhundertezehntelangen Erfahrung meiner Mutter erfolgreich bewältigt und bis auf meine Unerfahrenheit mit der neuen Mikrowelle, die kurzzeitig zu einer ‚Reis al dente‘-Variation führte, gelang alles genau nach Wunsch und beinahe hätten wir es komplett vernichtet – ein wenig blieb aber tatsächlich übrig.
Auch die Überraschungs-Vorspeise kam gut an: Ich hatte die für das Ragout vorgesehenen Champignons ordentlich angebraten, allerdings wurden sie so dunkel, dass wir unerwünschte Farbvariationen der hellen Sauce befürchteten. Also habe ich die Pilze mit Zwiebelchen, Petersilie, Olivenöl, Aceto balsamico, Salz und Pfeffer als kleines amuse-gueule aufgehübscht ;-)

Am ersten Feiertag stand dann die Gans auf dem Speiseplan. Aus mehreren Rezepten zusammengestellt machen wir sie mit einer Honigkruste, einer Maronen-Äpfel-Semmel-Füllung, dazu gibt es Rotkraut, Kartoffel- und Semmelknödel sowie eine auf Rotwein und Orangen beruhende Sauce.
Das mehrstündige Kochen unter Einsatz sämtlicher Kochfelder, des Backofens und der Mikrowelle mit zwei Personen agierend und dem Rest am Küchentisch zeigte, dass die Küche funktionell und gleichzeitig gemütlich ist, unsere Gäste waren begeistert und bestätigten, dass wir das richtig gemacht haben.
Die Gans haben wir dann auch tatsächlich bis auf ein paar wenige Fetzen komplett weggefuttert und für das Wochenende sind nur noch wenige Knödel und ein Hauch Rotkraut übrig.

Gerade will ich aber nicht ans Essen denken. Irnkwie ist das einfach zu heftig.

2 Antworten

  1. Christiane sagt:

    Vielleicht sollte ich mich auch mal an eine Gans wagen. Na ja – nur vielleicht…

  2. sparta sagt:

    Ich kann nur dazu raten. Ist auch nicht wirklich schwierig, mit deiner Fähig- und Fertigkeiten schaffst du das locker ;-)

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