Farbe bekennen – gegen die Angst

Überall Angst.
Angst vor Arbeitsplatzverlust, Terroristen, Steuernachzahlungen und Ackermann.
Und wo noch nicht genug Angst ist, versucht irgendwer, sie zu schüren.
Angst vor Kinderschändern. Unsere Kinder sind alle in permanenter Gefahr. Sperren wir das Internet zu, damit keiner sieht, wie weiterhin Kinder missbraucht werden, wir haben nämlich Angst, den Wahlkampf zu verlieren…
Angst vor Killerspiele(r)n. Unsere Kinder werden alle zu Amokläufern. Verbieten wir die virtuellen Spiele, damit die Kinder weiterhin mit Papis realen Waffen rumballern können. Gegen die machen wir nichts, weil wir vor der Waffenlobby Angst haben.

Die Angst vor Paintballspiele(r)n. Wer als Kind schon mit WasserpistoFarbkugeln schießt…
Halt.
Paintball?
Ist das nicht das, was nur Erwachsene auf Privatgelände spielen (dürfen) in Deutschland?
Welche Gefahr geht davon doch gleich aus?
Schlagen wir mal beim von mir herzlich verachteten Herr Wiefelspütz in einer seiner unnachahmlich hochnäsigen Antworten auf abgeordnetenwatch.de nach: „Paintball ist sittenwidrig, weil es die Tötung von Menschen simuliert.“
Ich gebe zu, dass ich alleine mit dem Sittenbegriff solcher Leute schon ein ernstes Problem habe, mir fallen da immer Worte wie ‚Tellerrand‘, ‚berufsbetroffen‘ und ‚Scheuklappen‘ ein, aber sei es drum.
Das simulierte Töten beim Fechten stört nicht (Herr W. ergeht sich inzwischen auch eher in der Motivation der Sportler, nach dem Prinzip ‚Fechter würden nie die Tötung simulieren‘ [aber Paintballer? Alles Verbrecher?]), von ‚Räuber und Gendarm‘ reden wir besser erst gar nicht.  Doppelmoral, geheiligte Politikergabe, verlass mich nicht…
‚Sittenwidrig‘ also. Das ist nun ein eher breites Feld, zumindest bei Leuten, bei denen der Geburtsjahrgang schon vermuten lässt, dass sie schon bei Oralsex die Sitten in Gefahr sehen.
Man könnte schon mal ordentlich Angst kriegen, was uns noch alles blüht, wenn diese Mental-Amokläufer in unserer Regierung nicht bald mal gestoppt werden.
Schwupps – da ist die Angst wieder.

Aber nicht wir sollten uns fürchten, sondern die Politiker, die in unbegründetem Aktionismus diesen bodenlosen UnWahnsinn erzählen/planen. Sie sollten Angst haben, mit Schimpf und Schande aus ihren Ämtern gewählt zu werden.
So wie sie jetzt schon richtig Angst vor den Menschen haben, die sich gegen die geplante Online-Zensur wehren – oder wie sonst ist die schon bösartige Verleumdung dieser Menschen durch Guttenberg oder Leyen zu erklären?
Die haben Schiss, dass auffällt, wie ungeeignet ihre Maßnahmen für die Probleme und damit sie selbst für ihre Ämter sind. Deshalb beleidigen, verunglimpfen und lügen sie, dass sich die Balken biegen.

Schlage vor, wir wählen sie ab. Und gehen Paintball spielen.

1 Reaktion

  1. sparta sagt:

    Oha, der Herr W.  will doch gewählt werden?
    Das wird ja richtig spannend…

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