Dear Karen

bitte sei nur ein Fake…
Ich nutze ja selbst seit mittlerweile 15 Monaten Linux auf allen meinen Rechnern, aber habe mich bisher noch gegen das Fanboy-Gehabe mancher in-der-Wolle-gefärbter Linuxer ein wenig gewehrt, obwohl die Argumente für open source software und freie Betriebssysteme wirklich sehr überzeugend sind.

Aber wenn das, was Ken Starks hier in seinem Helios-Blog schildert, wirklich wahr ist, dann können sich einem die Zehennägel bis zum Knie aufrollen…
Schätze es ist nicht damit getan, sich einfach nur an dem gut funktionierenden und in vielen Belangen einfach herrlich einfachen und dadurch überzeugenden OS zu erfreuen, ein wenig lautstarke Arbeit dafür scheint dringend geboten zu sein.
Ich werde also ein wenig häufiger über die wirklich schöne Linux-Welt schreiben müssen wollen ;-)

3 Antworten

  1. wjl sagt:

    Nur zu – ich warte schon ungeduldig und scharre mit den Hufen…

    Es gibt pros und cons, wie Sam Varghese in seinem Artikel über die Evolution eines Linux Users schreibt. Für mich überzeugen (und überwiegen) die pros, denn ich bin normalerweise nicht – wie angeblich ca. 53% aller erwachsenen Amerikaner – ein „Computerspieler“. Und selbst wenn ich das wäre, würde Linux mir immer noch mehr als genug bieten – Ego-Shooter brauche ich nun wirklich nicht (und selbst die gäbe es).

    Interessant ist zum Beispiel, daß sich quasi jede größere – und bestimmt auch kleinere – Firma heutzutage gegen einen möglichen Virenbefall ihrer IT-Umgebung meint abschotten zu müssen. Das Problem dabei? Sie bekämpfen Symptome, und nicht die Ursachen. Kürzlich gab es z.B. eine Meldung über einen Facebook-Virus, und eine taiwanesische Freundin, die in London lebt, kommentierte dies mit:

    „Ich kann mich gemütlich zurücklehnen – mein System ist immun“

    Wie recht sie hat. Wir sind die Glücklichen.

    Naja; ich will nicht zu weit abschweifen oder Dir gar vorgreifen; viel Spaß beim Schreiben!

  2. Holger Issle sagt:

    Schätze ich muß mich da einmischen. Als professioneller IT-Anwender und Lieferant in Firmenumgebungen.

    Der Brief auf den Peter verweist ist allerdings haarsträubend unglaubwürdig. Seis drum.

    Linux hat seine Berechtigung. Das stelle ich nicht in Frage. Allerdings ist die meiner Meinung nach nicht der Desktop des normalen Anwenders, sondern auf Serverseite zu sehen. Warum nicht beim Anwender? Der ist seit langer Zeit Windows gewöhnt und kann damit umgehen. Die Umstiegskosten (Schulung und geringere Produktivität) sind nicht zu vernachlässigen. Dazu gibt es einige Dinge unter Linux schlicht nicht, egal wieviel Marketing gegen diesen Fakt gemacht wird.

    Und zu den Viren: Sowie Linux Mainstream wird, ist da dasselbe Problem wie unter allen anderen Mainstream-Systemen auch. Schon heute sind die im Server-Bereich ein Problem. Und am Desktop? Da sitzt das Problem meist vor dem Rechner.

  3. sparta sagt:

    Das mit der Unglaubwürdigkeit hat sich ja wohl erledigt, wenn man das Blog von Ken Starks weiterhin liest.
    Wie immer, wenn Spekulation Wissen ersetzt, wird es immer ein wenig haarig.
    Ich werde von daher auch weiterhin nur für mich sprechen und nicht bestimmen wollen, welches OS für wen taugt.
    Ich finde, dass Linux mit den gegenwärtigen Distributionen auf dem Desktop Windows dramatisch überlegen ist, außer man spielt gerne.
    Von daher sehe ich auch keine Probleme für Anwender – auf welchen OS ihre Anwendungen laufen, werden die meisten nicht bemerken, aber das ist mir auch völlig egal.
    Ich rate weiterhin jedem, sich man ein aktuelles Ubuntu anzuschauen und sich von ‚das haben wir schon immer so gemacht‘ zu befreien.
    Give it a try…

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